DEMOREEL 2014

Showreel 2014 | Was wir aus 2014 gelernt haben

Jede Zeit hat ihre eigene Bildsprache. Schnittrhythmen verändern sich, Looks kommen und gehen, Kameratechnik entwickelt sich weiter – und auch das Publikum schaut heute anders als noch vor zehn oder zwölf Jahren.

Unser Showreel von 2014 ist deshalb für uns mehr als nur eine Sammlung alter Arbeitsproben. Es ist ein kleines Zeitdokument unserer eigenen Entwicklung.

Vieles würden wir heute anders machen. Und manches machen wir noch immer genauso.

Denn eine Erkenntnis ist geblieben: Ein guter Unternehmensfilm braucht mehr als schöne Bilder. Er braucht eine Idee.

Wie stärkt ein Unternehmensfilm die Markenidentität?

Ein Unternehmensfilm sollte nicht nur zeigen, was ein Unternehmen macht. Spannender ist die Frage, warum es das macht und was es von anderen unterscheidet.

Markenidentität entsteht dabei selten durch möglichst viele Botschaften. Sie entsteht durch Auswahl: die richtigen Menschen, die richtigen Situationen, eine passende Bildsprache und eine Haltung, die sich durch den gesamten Film zieht.

Ein guter Unternehmensfilm wird so nicht einfach zum Werbemittel, sondern zu einem Teil der Markenkommunikation.

Warum ist Storytelling dabei so entscheidend?

Weil Menschen Geschichten leichter verstehen und erinnern als Aufzählungen von Leistungen.

Das bedeutet nicht, dass jeder Unternehmensfilm einen dramatischen Plot braucht. Oft reicht bereits eine klare Perspektive: ein Mensch, eine Reise, eine Herausforderung, eine überraschende Beobachtung oder ein Gedanke, der den Film zusammenhält.

Information wird dadurch nicht weniger wichtig – aber sie bekommt einen Zusammenhang.

Was hat sich seit 2014 verändert?

Eine ganze Menge.

Plattformen, Formate und Sehgewohnheiten haben sich verändert. Heute entstehen aus einer Produktion häufig gleichzeitig Hauptfilm, Social-Media-Versionen, Hochkantformate, Teaser, Shorts und weitere Content-Bausteine.

Filme müssen schneller auf den Punkt kommen. Aber deshalb müssen sie nicht hektischer werden.

Für uns ist heute noch wichtiger als früher: Was soll beim Zuschauer hängen bleiben, wenn der Film vorbei ist?

Welche Rolle spielt Musik in Unternehmensfilmen?

Eine ziemlich große.

Vielleicht auch deshalb, weil Musik bei uns seit jeher ein fester Bestandteil der Filmproduktion ist. Für viele unserer Filme komponieren und produzieren wir die Musik selbst.

Denn Musik begleitet Bilder nicht nur. Sie beeinflusst unmittelbar, wie wir sie wahrnehmen. Sie kann Spannung erzeugen, Leichtigkeit schaffen, Geschwindigkeit verändern oder einer Szene erst ihre emotionale Bedeutung geben.

Dasselbe gilt für Sounddesign.

Der Ton ist deshalb für uns nicht die letzte Schicht einer Produktion – sondern Teil des Storytellings.

Wie verändert Video die interne Kommunikation?

Gerade bei komplexen Veränderungsprozessen kann Film etwas leisten, was Präsentationen und PDFs nur schwer schaffen: Menschen gleichzeitig informieren und emotional erreichen.

Wir haben Filme für Softwareeinführungen, Change-Prozesse, Recruiting, Wissensvermittlung und interne Kampagnen produziert. Immer wieder zeigt sich dabei: Sobald Menschen verstehen, was eine Veränderung konkret mit ihrem eigenen Arbeitsalltag zu tun hat, wird aus abstrakter Kommunikation etwas Greifbares.

Film kann diesen Zusammenhang sichtbar machen.

Wie helfen Unternehmensfilme beim Wandel?

Veränderung erzeugt Fragen. Manchmal auch Widerstand.

Ein Film kann nicht jedes Problem lösen – aber er kann Orientierung schaffen, Zusammenhänge verständlich machen und vor allem zeigen, wer hinter einer Veränderung steht und warum sie stattfindet.

Das funktioniert besser über Menschen und Geschichten als über Charts und Schlagworte.

Was unterscheidet durchschnittliche von starken Unternehmensfilmen?

Oft nicht die Kamera.

Auch nicht die Auflösung.

Und meistens nicht das Budget allein.

Der entscheidende Unterschied liegt häufig schon vorher: Gibt es eine klare Idee? Wissen wir, für wen wir erzählen? Und trauen wir uns, nicht alles sagen zu wollen?

Starke Filme konzentrieren sich.

Sie erklären nicht jeden Punkt einer Präsentation, sondern finden Bilder und Geschichten für das, was wirklich hängen bleiben soll.

Unser Showreel von 2014 erinnert uns deshalb nicht nur daran, wie wir damals gefilmt haben.

Es erinnert uns vor allem daran, warum wir überhaupt Filme machen.

Show. Don’t Tell.